Sonntag, 24. Mai 2015

Ausblicke: Und das Schreiben und so?

Aktuell bin ich auf drei Baustellen unterwegs … auf vier, eher. In der Reihenfolge der Bearbeitung sieht das so aus: Im Juli werde ich zwei nagelneue Storys für Dirk und ich abliefern. 2016 feiert das Buch sein 25-jähriges Jubiläum. Zusätzlich zu den neuen Geschichten gibt es ein längeres Nachwort nebst Fotos und dergleichen, und neu illustriert wird der Spaß auch, vom inzwischen sehr lieb gewonnenen üblichen Verdächtigen. Carlsen denkt sich gerade noch ein paar weitere Überraschungen aus. Schön wird das!


Ab Juli geht es schnurstracks weiter mit einer längeren, hübsch-turbulenten Weihnachtsgeschichte. Spielt in Berlin. In der Dieffe 93. Und erscheint, wenn alles klappt, wie es soll, im Herbst 2016. Das Buch ist in sich abgeschlossen, es stellt also weder eine (unmittelbare) Fortsetzung zu den Rico-Vorgängern dar, noch ist es als Auftakt zu einer neuen Trilogie oder dergleichen gedacht. Ein Spaß für mich und für Fans. Feiertage. Was zieh ich bloß an?

Dann wird es ... langsamer. Alles. Ein, zwei Jahre Schreibzeit, schätzungsweise. Ich hatte ja mal vor ewigen Zeiten einen dicken Roman für Erwachsene begonnen; die Arbeit daran kam aus diversen Gründen zum Erliegen. Im kommenden Herbst nehme ich sie wieder auf, denn erstens sind bereits 350 Seiten fertig (etwa die Hälfte), zweitens ist der Text für mich noch sehr attraktiv (manchmal schreibt man ja was und findet es später nur noch doof), und drittens ... drittens hab ich vergessen und gehe deshalb über zu Baustelle Vier.


Die ist neu. Vor ein paar Tagen habe ich mit einem Kumpel eine GmbH gegründet, in Form einer Film- und TV Produktionsfirma. Das heißt erst mal gar nix, denn so was kann jeder. Aber wir haben ein paar schöne Projekte in Planung bzw. in Arbeit; momentan laufen weit gediehene Verhandlungen mit Sendern und Co-Produzenten. Ich bin mehr für den kreativen als für den geschäftlichen Teil zuständig: Serienkonzepte, Drehbücher, head authoring. Das hat sich alles sehr schnell sehr schön angelassen. Ich hoffe, es hält. Das Logo unserer Firma – gestaltet von meinem Bruder Dirk – ist ein aus Papier gefaltetes mondsüchtiges Häschen, das sad ORIGAMI den Firmennamen gibt. Die Webseite ist noch ein wenig unfertig und übersichtlich, aber schon ansehnlich und informativ genug.  i
nformativ ASas

Gebrochene Herzen

Rico und Oskar machen wieder rum. Hätte ich jetzt fast geschrieben, halte aber inne im sicheren Bewusstsein, dafür bestimmt ordentlich böse angemacht zu werden. Anzügliche kleine Sätze mit Kindern drin – das geht mal gar nicht. So ist das eben: Je mehr wir Erwachsene daran arbeiten, diesen Planeten zu einem beschissenen Ort zu machen (aktuell: TTIP, Tarifeinheitsvertrag und bestimmt noch irgendwas mit T), umso mehr erklären wir jene, die das von uns hinterlassene Chaos später ausbaden müssen, als sakrosankt. Schlechtes Gewissen und so. Und wehe, du hast keines. Dann ab mit dir auf den Opferaltar politischer Korrektheit, du Kackmichel: Und so einer schreibt Kinderbücher!

Also, die Jungs machen wieder rum, im Film. Rico, Oskar und das Herzgebreche startet bundesweit am 11. Juni, aber die Deutschlandpremiere fand bereits vergangenen Sonntag statt, in München. Der Film geht eine gute Stunde lang gut und manchmal sogar sehr gut, was vor allem den Darstellern der Titelhelden zu verdanken ist, die schauspielerisch, gemessen an den Tieferschatten, noch mal eine fette Schippe drauf legen. Aber dann schlappt er ab, der Film. Und zwar ordentlich. Weil leider, passgenau mit dem Einstieg ins Finale, irgendwer auf die Idee kam, dem Stoff und den Figuren ab diesem Moment nicht mehr zu vertrauen und stattdessen lieber auf deutschen Dampfhammerhumor zu setzen. Aber gut, so ist das eben. Irgendwo müssen später die Zuschauer für 7 Zwerge – Allein im Wald ja herkommen. Pfff! Wobei ich nicht verschweigen will, dass Hunderte von Premieren-Kindern in zwei proppevollen Kinos anderer Ansicht als ich waren: Die amüsierten sich 90 Minuten lang durchweg wie Bolle auf dem Milchwagen.


Es findet übrigens am 7. Juni um 11 Uhr früh im Cineplex Marburg eine Vorpremiere des Films statt, bei der ich anwesend sein werde. Winzige Lesung zur Einführung, später Fragen & Antworten, Signierstunde. Da jammere ich dann bestimmt auch noch ein bisschen rum. Ohne dabei zu vergessen, was für ein Glück es ist, wenn die eigenen Büchern verfilmt werden. Und es ist ein Glück, und ich bin dafür extrem dankbar! Aber vor lauter Glück muss man ja den eigenen Geschmack nicht am Kino-Eingang abgeben. Daher: Sehr persönliche Wertung mit knappen sieben von zehn Punkten, sag ich mal. Und freue mich jetzt einfach auf den Diebstahlstein. Die Dreharbeiten an der Ostsee beginnen in drei Wochen.
AS

Sonntag, 15. März 2015

Die Mitte der Welt - Casting

Es ist längst an der Zeit für ein größeres Update. Aber bevor ich mich daran begebe rasch das Folgende, um dem Vorwurf von Fans vorzubeugen, man sei ja nicht informiert gewesen, jedenfalls nicht über diesen vernachlässigten Blog: Der junge Regisseur Jakob Erwa hat mich gebeten, den unten bebilderten Aufruf zu verbreiten (Bild anklicken zum Vergrößern; und hier geht es direkt zur Facebook-Seite). Damit er, der Jakob also, nach erfolgreichem Casting im Sommer dieses Jahres mit den Dreharbeiten zu Die Mitte der Welt beginnen kann. Wird also langsam spannend, und ich sag mal vorsichtig: Hurra!


Sonntag, 30. November 2014

Adventsgemoose

Fast hätte ich es vergessen, aber vor lauter Advent fiel es mir eben wieder ein: Kürzlich erschien relativ heimlich, still und leise die niederländisch-schwedische Neuverfilmung von Es ist ein Elch entsprungen auf DVD und Blu Ray. Ins heimische Kino hat's der Film leider nicht geschafft, aber dafür lief er vergangenes Jahr in den Niederlanden abartig erfolgreich. Bisher kenne ich nur die holländische Version mit englischen Untertiteln; synchronisiert - hoffentlich ordentlich! - gucke ich mir den Spaß heute Nachmittag, bei Schwarzweiß-Gebäck und dergleichen, mit meiner Mutter an.



Persönlich gefällt mir Mitten in der Winternacht besser als die deutsche Filmversion. Der kindliche Blickwinkel ist konsequenter gewahrt, die Kamera befindet sich gern mal auf Bubikopf-Höhe. Mister Moose fand ich eingangs gewöhnungsbedürftig (das ist die euphemistische Umschreibung für grauenhaft), bis ich bemerkte, dass ich einfach "meinen" Moose vergessen und mich mit diesem neuen anfreunden musste: Einem zu Beginn wirklich ausgemachten Großmaul, das jedoch über den Handlungsverlauf hinweg dermaßen gewinnt – auch und vor allem an Witz –, dass ich zuletzt doch sehr angetan war (das ist die irgendwas-mistische Umschreibung für begeistert).

Hier der Trailer – und euch allen einen schönen ersten Advent!



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Mittwoch, 8. Oktober 2014

La lune, mit ihrem silbernen Schein ...


Eigentlich weiß ich so was. Eigentlich weiß ich so was so gut, dass mir so ein Fehler gar nicht (wie in: nie und nimmer) unterlaufen konnte. Oder sollte oder durfte. Tat er aber. Wo war ich da bloß im Kopf unterwegs - in den Wolken? Mondsüchtig?

Schrecklich. Und dann neulich, im Physikunterricht:

"Felix, sag mal - wie war das mit dem Neumond, hm?"
"Fragen'se doch den Steinhöfel, den alten Kackmichel!"


An die Verfasserin des Briefes: Es tut mir aufrichtig leid, solchen Mist gebaut zu haben. Allerdings finde ich so was wie "der Mondes steht in seinem eigenen Schatten" auch nicht so dolle. Wegen solcher Aussagen habe ich in Physik zuletzt nur noch gepennt. "Bei Neumond steht der Mond haargenau zwischen Erde und Sonne", finde ich nachvollziehbarer. Es ist so einfach. Oskar hätte das wissen müssen, aber - hey: Vielleicht ... ja, genau ... vielleicht hab ich die Szene nur so geschrieben, damit findige Leser Oskar mal beim Bluffen erwischen!
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