Montag, 9. Januar 2012

Wie man sich lettet, so liest man

Spannend war's, denn sie haben sich Zeit gelassen, die Letten, sonst hätte ich schon viel früher damit angeben können. Aber seit heute ist es endlich offiziell: Lettisch ist die dreißigste Sprache, in die Rico und Oskar übersetzt werden. Todschick, und Riga ist gar nicht so weit weg, falls ich mal zu einer Lesereise eingeladen werden sollte. Bei 2,5 Millionen Einwohnern (pro Quadratkilometer der winzigen Landesfläche macht das 35 Nasen aus) frage ich mich, ab wie viel verkauften Exemplaren man dort einen Bestseller landet.


Wie auch immer: Die lettischen Belegexemplare stehen dann demnächst zwischen all den anderen nordischen Sprachen im Regal, mit denen es sich noch schlimmer verhält als mit den asiatischen – die kann ich wenigstens einigermaßen auseinander halten, während ich mit einer Unterscheidung der Nordsprachen anhand von Vokabeln oder des Schriftbilds bei Günther Jauch gnadenlos durchfallen würde. Aber zu dem muss ich ja nicht hin, obwohl ich ihn im Herzgebreche in einem Nebensatz verewigt habe, als netten Moderator mit Hamsterbäckchen.
LZ

Kommentare:

Jutta Wilke hat gesagt…

Herzlichen Glückwunsch zur lettischen Ausgabe!
Ich wünsche mir jetzt aber doch einen Tagebucheintrag von Rico zu Lettland!

Zu der von dir eingestellten Flagge habe ich immerhin das hier gefunden:
"Die lettische Flagge soll das weiße, blutgetränkte Leinentuch darstellen, in das ein lettgallischer Stammesfürst zur letzten Ruhe gebettet worden war. Die blutroten Streifen der Flagge symbolisieren seine im Todeskampf ausgestreckten Arme, der weiße Strich in der Mitte die Stelle, auf welcher der Leib des Stammesfürsten lag." (geguttenbergt bei Wikipedia)

Irgendwie nett, oder?

Fröhliche Grüße
Jutta

ANDREAS STEINHÖFEL hat gesagt…

Also, laut Rico (der sich, gemeinsam mit Oskar, momentan intensiv mit moderner Kunst beschäftigt) ist die Flagge das stilistisches Abbild einer Scheibe Frühstücksschinken aus Rentierfleisch.

Jetzt du! :)

T. hat gesagt…

Lieber Autor,

herzlichst alles Gute zum Geburtstag! Ad multos annos, also nochmal die gleiche Zahl, und hoffentlich noch viele schöne Werke, die uns Freude machen! Erst heute beim Mittagessen hat einer Ihrer kleinen Leser beim Verzehren eines Wildschweinbratens mit Knödel wieder an die Stelle bei Rico denken müssen, wo die leckeren Wildschweine durchs Reet ziehen.

T. aus dem Altbayernherzen

ANDREAS STEINHÖFEL hat gesagt…

Liebe T.,

danke (auch im Namen meiner Wildschweine)! Die selbstlosen Wünsche sind doch immer die schönsten *grins*.

T. hat gesagt…

Lieber Autor,

naja, zugegeben, der Wunsch war nicht ganz selbstlos, aber Sie hätten ja auch was davon und könnten mit dem Erlös aus Ihrem nächsten Bestseller das ganze Jahr Wildschweinbraten essen und sogar noch ein Eis dazu.... oder das Haus weiterrenovieren? Oder schön in Urlaub nach Rügen oder Lettland fahren, wenn das Renovieren nervt?
Und dabei wieder neue Ideen aushecken...
Herzlichst, T.

ANDREAS STEINHÖFEL hat gesagt…

Die Wildscheine kriegen 'ne Pause (jedenfalls so lange, bis sie meine Gemüsebeete platt machen, aber wie es ausschaut, beschützt mich bisher der milde Winter). Ich überlege gerade, warum noch niemand Waschbären-Rezepte entworfen oder ausprobiert hat ... oder hat jemand?

ANDREAS STEINHÖFEL hat gesagt…

Lieber Herr Steinhöfel,
ich bin mir nicht sicher, ob Sie diese Frage überhaupt noch lesen, da Sie ja mit dem Bloggen aufgehört oder zumindest eine Pause gemacht zu haben scheinen.
Ich hoffe es jedenfalls.
Ich hoffe auch, dass es Sie nicht stört, dass ich meine Frage hier stelle, aber ich habe leider nirgendwo eine E-Mailadresse dafür gefunden (und bin ehrlich gesagt zu faul, einen Brief zu schreiben. Mal abgesehen davon, dass ich auch dafür keine Adresse finde...).
Die Frage mag vielleicht etwas seltsam erscheinen, denn es geht um einen Hundenamen, genauer gesagt um "Porsche". Dürfte ich fragen, wie Sie auf diesen Namen gekommen sind? Unsere Hündin heißt nämlich auch so und das ist doch ein ziemlicher Zufall, immerhin ist das nicht gerade der häufigste Hundename.
(…)
Mit freundliche Grüßen
Charlie

Hi Charlie,
aus deinem Kommentar habe ich die Mailadresse entfernt, daher findest du diesen (deinen) Text unter meinem Namen. Der Blog pausiert tatsächlich, aber in Kürze gibt es ein paar Updates. Und deine eigentliche Frage wird in Band Zwei beantwortet:
"Beim Anblick des Hundchens hatte ich sofort an den coolen Wagen vom Kiesling gedacht, diesen richtig alten Porsche, der so aussieht, als käme er kaum noch in die Gänge, aber in Wirklichkeit geht er ab wie Lotte. Genau wie Jack Russells."

Gruß
Andreas

T. hat gesagt…

Lieber Dichter,

Ihre Lesung in München liegt schon ein Jahr zurück, ein unvergessliches Erlebnis für die ganze Familie. Wir warten sehnsüchtig auf neue Werke und verschenken bis dahin Ihre Rico-Bücher an die armen Kinder, die sie noch nicht kennen. War da nicht eine Andeutung über ein Buch mit dem Thema Kunst für Kinder?
Und: Ich bräuchte bitte Buchtipps für meinen 12-jährigen Sohn, von Ihren Werken mal abgesehen...
:-) Der 9-jährige ist bis auf Weiteres mit der Eragon-Reihe beschäftigt.

Freundliche Grüße aus dem Altbayernherzen

Ihre T.

ANDREAS STEINHÖFEL hat gesagt…

Liebe T. (und Familie),

danke für die Komplimente :) Das Kunstprojekt ist den Bach runter, leider ... siehe bitte oben (neuer Blog-Eintrag, endlich mal wieder).

Leseempfehlungen sind immer schwierig bis unmöglich abzugeben; Buchhändler und Bibliothekare können das viel besser als ich (der mit 12 Jahren ausschließlich - und mit größtem Vergnügen - nur Groschenheftchen mit jugendgefährdenden Inhalten verschlungen hat).

Hilflose Grüße

A.

MaMag hat gesagt…

Steht schon fest, wann bzw. ob eine Verfilmung von «die Mitte der Welt» erscheinen wird?

ANDREAS STEINHÖFEL hat gesagt…

@ MaMag,

sorry für die Verspätung - war für zwei Wochen in Äthiopien, da gab es nur sehr begrenzt Netzzugang.

An der Verfilmung wird gerade mal wieder gebastelt; Drehbuchförderung ist durch, aber das heißt noch nichts. Sobald es interessant wird, gebe ich das im Blog durch).