Donnerstag, 16. Juni 2011

Froschgemaule

Das Knutsch-Abenteuer der pummeligen kleinen Maria, Heldin meiner Kurzgeschichte Froschmaul, hat es inzwischen auf zwei Verfilmungen gebracht. Bereits 1998 nahm Cornelia Grünberg (die drei Jahre zuvor schon Paul Vier in Spielfilmlänge gedreht hatte) sich des Stoffes an. Damals hieß mein Text noch Gekidnapped!, weil der Verlag, für den ich ihn ursprünglich verfasst hatte, Froschmaul politisch nicht korrekt genug war. Cornelia Grünberg fand beides nicht passend und nannte ihren – sehr schönen, sehr hollywood-mäßig ausgeleuchteten – Film First Kiss.



Inzwischen ist meine Story umbenannt, in Froschmaul eben, wie ich es immer haben wollte. Die Neuverfilmung von Sarah Winkenstette heißt allerdings jetzt Gekidnapped. Das ist ein klein wenig verwirrend, ändert aber nichts an einem – hoffentlich! – schönen Kurzfilm, zu dessen Teampremiere morgen in Köln ich die Daumen drücke.
LZ

Freitag, 3. Juni 2011

Rico, pfundweise

Bisher habe ich mir verkniffen, hier eine Liste all der großen und kleinen Literaturpreise einzustellen, die Rico und Oskar eingesackt haben. Ich freue mich einfach darüber. Aber vorhin habe ich eine Mail aus dem Spam gefischt, irgendwo zwischen Gewichtsreduzierung und Potenzerhöhung, deren Inhalt ein wonniges kleines Glückgefühl in mir ausgelöst hat: The Pasta Detectives (die wirklich ganz wunderbare Übersetzung der Tieferschatten ins Englische durch Chantal Wright) hat bei den diesjährigen Nasen Awards in der Sektion Inclusive Children's Book abgeräumt und den ersten Platz gemacht.

Mit Riechorganen hat Nasen nichts zu tun. Das Akronym steht für National Association for Special Educational Needs; Nasen ist "the leading organisation in the UK which aims to promote the education, training, advancement and development of all those with special and additional support needs."


pasta-detectives


Inklusion oder, enger gefasst, inklusive Bildung, ist ein Thema, über das bei uns viel und heftig debattiert wird (während die Briten, hübsch pragmatisch, bereits Literaturpreise dafür ausloben). Die UNESCO hat sich die Inklusion auf die Fahnen geschrieben; betroffen sind in Deutschland etwa 400.000 Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Rico wäre einer von ihnen. Ich sollte ihn in die Eisdiele einladen. Der Preis ist immerhin dotiert. Und es gibt ja Pfunde, um die man gerne zunimmt. Als hätten die Spammer das geahnt …

LZ