Dienstag, 6. April 2010

Dresdner Schattenspiele

Ein kleiner Nachtrag in Bildern zur Bühnenfassung von Rico, Oskar und die Tieferschatten, die bereits im Oktober 2009 im theater junge generation Dresden Premiere hatte. Den TEXT dramaturgisch bearbeitet und in spielbare Form gebracht hat die wunderbar praktische Felicitas Loewe, in Szene gesetzt wurde der Spaß von Philippe Besson.

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Beeindruckt hat mich vor allem das Bühnenbild von Henrike Engel: Ein gigantischer Stadtplan von Berlin, an den Falznähten aufgeklappt und hochkant gestellt. Auf gleich zwei Ebenen, die obere durch Planken und Geländer miteinander verbunden, bot sich damit nicht nur ordentlich Spielfläche, sondern auch Platz für allerlei unvorhergesehene Gimmicks, wenn hier eine Tür sich öffnete, dort eine Herdplatte aus der Wand gezogen wurde oder aber ein Stück Plan nach vorn klappte, um das Versteck des Entführers zu zeigen.


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Die Tieferschatten selber waren super in Szene gesetzt; ein düsteres, von hinten ausgeleuchtetes, riesenhaftes Schattenspiel, unterlegt mit feiner Gruselmucke von Bernd Sikora. Als zentrales Requisit reichte Ricos ebenfalls verstadtplanter Nachdenksessel aus. Das Ensemble gefiel mir ebenfalls; höchstens dass Oskar größer war als Rico und tiefbegabter rüberkam als der irritierte mich ein wenig. Aber, hey, das nennt sich Freiheit der Kunst, und wer würde sich ernsthaft beschweren, wenn die Kiddies im Publikum abgehen wie die Zäpfchen?


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